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Rihanna - Rated R [REVIEW]

Def Jam (Universal)

VÖ: 20.11.2009
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1. Mad House
2. Wait Your Turn
3. Hard (feat. Young Jeezy)
4. Stupid In Love
5. Rockstar 101
6. Russian Roulette
7. Fire Bomb
8. Rude Boy
9. Photographs (feat. will.i.am)
10. G4L
11. Te Amo
12. Cold Case Love
13. The Last Song

"Kennt man eine, kennt man alle". Dieses Klischee müssen sich viele RnB-Künstler anhören. Rihanna gehört spätestens seit "Umbrella" nicht mehr in diese Gruppe. Dank ihrer markanten Stimme und nicht zuletzt auch den Beats, die ab vom üblichen Genre-Standart viele 80er-Pop- und Rockelemente kombinieren, setzte sie sich angenehm von den Mitbewerbern ab.

Mit "Rated R" (und entsprechendem Medienrummel) geht Rihanna jetzt mit ihrem neuen Album an den Start. Die erste Single "Russian Roulette" knüpft musikalisch dann auch nahtlos an "Good Girl Gone Bad" an und ist damit wegweisend für das restliche Album: Auch dieses hakt sorgfältig alle Genres, die schon auf dem Vorgänger zu hören waren ab. Mit "Wait Your Turn" gibt es den tanzbaren Opener, das musikalisch beliebige Rapper-Feature folgt mit "Hard". Charttaugliche Rockelemente? "Fire Bomb". Clubsingle? "Rude Boy". 80er? "Te Amo". Ruhige Ballade zum Ende? "Cold Case Love" und das sehr gut arrangierte "The Last Song".

Das Gute daran? All die genannten Songs befinden sich auf höchstem Niveau und das Album ist trotz vieler verschiedener Elemente sehr stimmig. Dies liegt vor allem an der fast allgegenwärtigen Stimmung, die deutlich düsterer ist, als auf dem Vorgänger. "Russian Roulette" gibt auch in dieser Hinsicht die Richtung vor. Wenn Rihanna singt "Oh, this is stupid, I'm not stupid, Don't talk to me like I'm stupid, I still love you but I just can't do this, I may be dumb but I'm not stupid", dann wirkt das authentisch und wirklich verletzt, grad weil auf "Rated R" eben nicht gleich wieder der nächste Gute-Laune-Song folgt.

Wer sich an der allgegenwärtigen Popeinkleidung und Songs wie "Rockstar 101" oder "Fire Bomb" nicht stört, dem bietet Rihanna mit "Rated R" ein gefühlvolles und gleichzeitig überraschend düsteres Album, das sich vielleicht weniger im Vergleich zum Vorgänger, wohl aber gegenüber der Konkurrenz auch musikalisch stark abhebt.

-- Lars Stintzing

 
     
 

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