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The Roots - Game Theory[Def Jam Recordings / Universal]VÖ: 25.08.2006
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Tracklisting
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Hartnäckig halten sie sich seit weit über 10 Jahren an der Spitze der amerikanischen Rapszene, ohne dabei bis auf ein paar wenige Ausnahmen wie dem `99er Hit "You got me" feat Erykah Badu oder dem 2003 erschienenen "The Seed 2.0 " zusammen mit dem Singer-/Songwriter Cody Chestnutt wirklich an der schillernden, kommerziellen Pop-Spitze zu landen: The Roots aus Philadelphia. "The Game Theory" ist nun ihr mittlerweile siebter Streich, schon im Vorfeld als ihr düsterstes Album angekündigt und zudem das erste über Def Jam Recordings (im Vertrieb von Universal). "There was too much going on that we couldn't just sit back and not speak on it. The album is very mature, serious and very dark!" - die Aussage stammt von den Roots um Mastermind ?uestlove, Black Thought, Bassist Leonard "Hub" Hubbard und dem zurückkehrenden Rapper Malik selber und wahrlich: die eingängige Vorabsingle "Don't feel right" ist eine Ausnahme im Gesamtkontext. Zuviel nachdenkliches ist in letzter Zeit passiert und das läßt wenig Platz für fröhliche Klänge, sondern erzeugt eine intensiv-düstere, melodische und schwer groovende Stimmung aus Black Thoughts durchdringenden Raps kombiniert mit Schlagzeug, Bass, Gitarre, Keyboard, Sampler und musikalischen Verweisen auf Funk- und Soul-Größen wie Sly Stone, Ohio Players und Jackson Players. "Organic Hiphop", wie die Protagonisten ihren Stil gerne selber betiteln, verschmolzen mit einem wachsamen und kritischen Auge auf dem aktuellen, vor allem politischen Weltgeschehen, was sich in angesprochenen Themen wie "Überwachungsstaat" und "Krieg als Medienspektakel" entlädt. Dass solch schwere Kost oft nicht direkt beim ersten Anlauf die Hürden zum Zuhörer überwindet ist zu verkraften, denn mit jedem weiteren Durchlauf rollt der Roots-Zug umso unaufhaltsamer. Es ist den Roots wieder einmal gelungen, ein Album herauszubringen, was man gar nicht schlecht finden kann. The Roots beweisen sich erneut als die Creme de la Creme der internationalen Rapszene und wirken trotz ihrer langen Zugehörigkeit immer noch nicht starr und festgefahren, sondern zeigen sich als kreatives und offenes Kollektiv, ohne ihre Wurzeln zu vergessen. Groß! (Steffen Rieger) |





