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Tim Taylor - Der Mensch und die Anderen [REVIEW][RZ-Recordings / Sony]![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
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Tracklisting
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Nachdem Tim Taylor aus Kassel bereits nach seinem letzten Album „Tim der Mensch“ kein unbeschriebenes Blatt mehr war, ist jetzt sein neuer Streich erschienen. 21 Tracks auf seinem bereits dritten Werk „Der Mensch und die anderen“ für alle Heads, die noch Wahrheit, Gesellschaftskritik und Kreativität schätzen, ohne die klassischen hohlen Phrasen. Rap wird hier noch als Kunstform gesehen, zumindest heißt es so im Pressetext. Gehen wir dem Ganzen mal auf den Grund… Im Intro sagt Taylor sehr deutlich, dass er heute wieder hier ist, um „zu zeigen, wie die Scheisse funktioniert…“. Diese und weitere Lines fließen über einen sehr druckvollen Beat, der gerade als Introtrack Lust auf Mehr macht und eine sehr powervolle Scheibe verspricht. Und direkt im Opener „Ausgangspunkt“ wird die ernste Lage besprochen, in der sich die Menschheit, Gesellschaft, Rapszene und „…der scheiß Planet befindet”. Ein sehr düsterer und ernster Track, welcher gerade durch Tims druckvolles Organ und dreckigen Flow exakt on point und in die Ohren gemeißelt wird. Auch die folgenden Songs „Pirat“ und „Mein Wort“ sind düster und folgen dem gleichen Konzept. Die Lyrics sind jeweils aggressiv-tiefgründig, teilweise einfach mit dem „ja, er hat Recht“ Effekt bestückt und passen zu den dicken Beats, die unter anderem von Bronco, Pyrec, Barish, Turnerbeatz, Snapshot und Eddy Kane produziert wurden. Es gibt auch viele weitere Facetten um Tim und um sein Raptalent: allein „das Lied eines Sommers“ ist eine wunderbare Geschichte über den Sommer, nur so bestückt von Bildsprache und Metaphern. Der einzigartige Beat von Snapshot verspricht einen „schalt mal auf Repeat“ Charakter. Tolles Ding! Eine weitere Perle auf dem Album ist definitiv „Das Wesen der Vergänglichkeit“, ein sehr surrealer Track, der es auf eigene Art und Weise schafft unter die Haut zu gehen. Ein Brief, nicht geschrieben von Tim selbst, aber doch trägt er seine Handschrift – er liest ihn vor. Sehr tiefgründig, ein melancholischer Beat mit Gitarren, Geigen und Gänsehaut! Für mich persönlich noch ein weiterer Höhepunkt der Track mit Jintanino, ein Juwel wenn es um Bildsprache und einzigartige Wortspiele geht: auf „Goldene Tore“ gibt es wieder ein wenig Trauer und Leid vertont für alle Fans des Melancholischen, doch wird die Thematik versetzt mit Hoffnung und diesen „Gib nicht auf“ Parolen. Schöner Track! „Du musst bereit sein für Hilfe, manchmal ist das kritisch, denn ein stolzer Hund verwandelt gern ein Dankeschön zum Fick dich!...“ Mehr soll an dieser Stelle nicht ins Detail gegangen werden. Hört euch die Scheibe selbst an, es ist definitiv mindestens eine Hörprobe wert. Überdurchschnittlich gutes Release mit viel Potential, Kreativität und Abwechslung und was am wichtigsten ist, hier wirken auch 21 Tracks auf Dauer nicht langweilig…
verfasst von: Andreas Klein Video: Tim Taylor - Böses Erwachen |












